Ich habe den nächsten CD-Laden angesteuert und mir meine erste Genesis-Scheibe meines Lebens gekauft. Ein weiteres Mal drängte sich mir die Frage auf, weshalb ich eine Schwäche für die älteren Baujahre habe. Das Album, auf dem Carpet Crawl drauf ist, wurde 1977 aufgenommen.

Tja, da klingt tatsächlich das Erbe Pink Floyds durch. Der Text ist auch eine einzige Arabeske… zum Eintauchen und Weggetragenwerden.

The Carpet Crawl ist pulsierend durch die Sechzehntel im Synthie, gleichzeitig aber statisch, was durch die wenig bewegenden Harmonien und die breitflächige Instrumentation hervorgerufen wird (Roger Waters lässt grüßen). Der Song ist wie ein Klangteppich. Die Gesamt-Atmo ist irgendwie dizzy.

Es klingt nach einem heißen, brütenden Sommertag.

Wenn ich die Augen zur Musik schließe, kann ich dieses Gefühl verspüren. Das Gefühl von heißer Sonne, leichtem Wind, Insektengeschwirr und sich bewegenden Gräsern. Das Gefühl, auf so einer Wiese zu liegen und den eigenen Gedanken nachzuhängen und sich wegzuträumen.

Der sonore Bass geht durch und durch. Eine einfache Figur, aber so wunderschön sparsam zu den manchmal ausbrechenden Gesängen von Phil Collins.

Hätte nie gedacht, dass ich eines Tages auf Genesis abfahren könnte.
Aber jetzt habe ich endlich mal wieder einen Sommersong, der mein Lebensgefühl ausdrückt.

Ich werde gleich abheben… … … … C.U.


The Carpet Crawl (Lyrics)