Da wird doch tatsächlich eine Frau mit sieben Kindern und medizinischer Tätigkeit Politikerin. Ich vermute, dass sich ihre politische Karriere wegen ihres Kinderreichtums und der beruflichen Laufbahn, kurz aufgrund einer “discrimination positive”, derart schnell entwickeln konnte. Der guten Frau ist der Erfolg durchaus zu gönnen. Das will ich gar nicht bestreiten.
Aber die Besetzung des Amtes mit einer solchen “Vorzeigemutter” ist zeichenhaft. Und das stört mich.
Für mich spricht daraus eine indirekte-direkte Aufforderung, viele Kinder zu zeugen und bitte auch beruflich Karriere zu machen.
Mich würde interessieren, wie Frau von der Leyen die Betreuung ihrer Kinder gestaltet. Wer nimmt ihr die Arbeit ab? Ihr habilitierter Ehemann wohl nicht? Klappt alles, weil die Familie dahinter steht? Oder werden die Kinder von Außenstehenden versorgt?
Diese Amtsbesetzung mit Ursula von der Leyen hat eine rein appellative Funktion. Ihr Sein wird instrumentalisiert um uns Frauen mitzuteilen, dass wir einem solchen Vorbild nacheifern sollten. Fehlt nur noch die Wiedereinführung des Mutterverdienstkreuzes.