Meine Freundin Hélène hat mir das Rezept für diesen wunderbaren Salat, den man sehr gut als kleines Entrée bereiten kann, beigebracht. Eigentlich sollte der Salat “endives belle Hélène” heißen. Hélène ist wirklich sehr schön, aber vielleicht würde diese Namenskombination eher an die poires belle Hélène, also “Birne Helene“, denken lassen, was wiederum eher seltsam anmuten würde.

Hier also das Rezept für 2 Personen:

Endives au Stilton (Chicoréesalat mit Stilton)

2 mittelgroße Chicorée (die Blattspitzen müssen gelblich sein!)
1 kleines Stück Stilton
5 Walnüsse
Walnussöl
Apfelessig
Salz

Den Chicorée in Ringe schneiden, dabei die Innenstücke (das, was zum Strunk gehört) entfernen, da diese bitter schmecken. Die Ringe lauwarm abspülen und (ab besten mit Hilfe der Salatschleuder) trocknen.

Die Ringe in eine kleine Schüssel geben und mit einem Esslöffel Apfelessig und einer größeren Prise Salz anmachen. Man muss die ganze Chose gut durchmengen, damit sich die Säure und das Salz gleichmäßig auf den Blättern verteilen.

Anschließend circa 2 Esslöffel Walnussöl dazugeben. Wieder gut mischen. Danach den Käse über dem Salat zerbröseln und die Walnüsse nach dem Knacken in mittelgroßen Stücke darüberstreuen.

Den Salat erst wieder kurz vor dem Anrichten auf dem Teller durchmischen. Damit verhindert man, dass der Käse durch die Feuchtigkeit schmierig wird und zu einem Dressingbestandteil verkommt.

Warum eigentlich Stilton??? Hmmm, eigentlich war das zunächst nur eine Verlegenheitslösung meinerseits, da ich bei Tegut keinen Bleu d’Auvergne oder Ähnliches bekommen habe. Gorgonzola, Roquefort oder ähliche Käsesorten eigenen sich nicht so sehr für den Salat, da die Konsistenz zu weich ist. Da fiel mir der Stilton in die Hände. Er ist ein recht fester und eher trockener Blauschimmelkäse, den man wunderbar zerbröseln kann. Außerdem hat er einen kräftigen Geschmack, weshalb ich ihn tatsächlich besser als einen milden Bleu d’Auvergne finde. So können Zufälle Verbesserungen bringen!!!
Ich habe Apfelessig gewählt, weil die Säure nicht so penetrant ist, wie bei anderen Essigsorten, aber gleichzeitig auch die Süße nicht zu dominierend wirkt. Außerdem plädiere ich für frisch geknackte Nüsse. Man kann auch die Dinger im Beutel kaufen, muss aber mit erheblichen Geschmackseinbußen rechnen. Da Chicorée ja eher ein winterliches Gemüse ist, hat man sowieso Zugang zu frischen Nüssen, was man auch tunlichst nutzen sollte.