Eine gute Nachricht zu Beginn der Auswertungen war, dass ich eine risikoarme Depotstruktur habe. Aufatmen. Für mich eine weitere positive Aussage ist, dass mein mittelfristiger Umstrukturierungsplan für die Zukunft auch nicht in die falsche Richtung, nämlich Fonds, weist.

Nun gut.

Das Analyseergebnis zielt eben auf eine basale Fonds-Struktur ab. Die Produkte, die mir als Beimischung empfohlen wurden, sind in der Regel keine schlechten. Schauen wir sie uns mal an:

Hansa Asia (DE0009799734):
Morningstar gibt fünf Sterne, S&P vier. Also kann man den schon nehmen. Doch laut Finanztest performt der State Street Actions Japon besser und stabiler. Ich würde da doch den Franzosen das Ding abkaufen. Aber wieso überhaupt Japan? Wäre nicht ein Fond, der in China investiert interessanter? Zum Beispiel käme für mich da der HSBC Chinese Equity in Frage.

Raiffeisen-Osteuropa-Aktien (AT0000785241)
:
Gut, hat besseres Rating als der Griffin Eastern European Fund. Überzeugt mich.

Axa Rosenberg Global Small Cap (IE0031069168):
Mit dem hatte ich auch schon in Gedanken gespielt. Finde ich durch die Small Caps interessant. Weltweite Streuung sollte man außerdem auch beimischen.

Newton Higher Income Fund (GB0006779218):
Ohne Zweifel eine gute Wahl, wenn man in britische Werte gehen möchte. Aber wieso sollte man dort investieren? Finde ich persönlich nicht notwendig.

Was also die Vorschläge an Investmentfonds anbelangt, so würde ich sagen, dass man die empfohlenen Titel nehmen kann. Restrisiko bleibt natürlich immer – trotz Markowitz.

Nun wird in der Analyse empfohlen, bestehende Titel zu verkaufen und in Fonds und bestehende Titel umzuschichten. Und da scheiden sich die Wege. “Sichere Titel” mit guter Rendite sollen da zu Gunsten eines eher wackeligen Kandidanten im Sinne der “Growth-Strategie” abgestoßen werden. Das würde ich nicht tun.

Außerdem würde ich zu diesem Zeitpunkt nicht in festverzinsliche Wertpapiere mit mittlerer Laufzeit gehen, da die Zinsen in absehbarer Zeit weiter ansteigen werden und ich damit bei Tiefstzinsen hängen bliebe. Also vorerst ausklammern und wenn überhaupt in kurze Laufzeiten gehen. Aber eher nicht.

Mein Fazit des Depotchecks:

Nicht schlecht, ganz ordentliche und raisonnable Vorschläge, die gute Anlageprodukte beinhalten. Doch ersetzt ein derartiger Vorschlag, der ja durch eine objektive Sofware erstellt wurde, nicht das gründliche Befassen mit dem Thema Anlage. Ich halte es für leichtsinnig, solchen Vorschlägen blind zu vertrauen. Wenn man sich entschließt, sein Geld anzulegen, kann man diese Analyse als Hilfsmittel in Anspruch nehmen. Genauso wie die Bankberater, die man als Stütze und Informationsquelle nutzen kann. Aber auch denen gegenüber ist blindes Vetrauen unangebracht.