Der Grund dafür sind zwei weitere Bücher. Ich habe mich vom Bücherstapel über Mozart hinreißen lassen. Rausgekommen sind einmal seine übersichtliche Biographie, die in den rororo-Monographien erschienen ist. Der Autor ist Fritz Hennenberg. Das Leben einer Ausnahmegestalt auf 140 Seiten. Mir gefällt das bewährte rororo-Prinzip. Mit der Zeit hat sich doch schon mancher Band dieser Reihe bei mir im Regal eingefunden. Als Einstieg oder als Übersicht sind die Bände ideal. Die Mozart-Biographie ist gut geschrieben. An den richtigen Stellen werden tiefergehende Informationen touchiert, der fließende Text ist, so empfinde ich es, schon unterhaltsam geschrieben. Das Buch ist mein persönlicher Appetizer zum kommenden Mozartjahr. Die 140 Seiten brauchten inklusive Markieren wichtiger Sujets, Erstaunen, Nachsinnen über die beschriebene Musik an die zwei Stunden. Für einen Fachtext ist das nicht zu lange. Als nächstes wird das Buch von Alfred Einstein über Mozart auf der Speisekarte stehen. Das wird fachlich tiefer gehen und sicher sehr hilfreich für Unterrichtsvorbereitungen sein. Wäre doch schade, wenn ich die Gunst der Stunde nicht für eine Mozart-Einheit verwenden könnte.

Aber das war nun nicht das einzige Lese-Intermezzo. Gestern abend haben Martin und ich den Film der Untergang gesehen. Währenddessen fiel mir ein Gespräch mit einer guten Freundin ein, in dem das Buch “Kommandant in Auschwitz” von Rudolf Höß vorkam. Ich habe dieses Buch schon seit vielen Jahren im Regal stehen. In der elften Klasse hatte unser damaliger Philo-Lehrer es erwähnt und uns empfohlen. Gekauft. Aber noch nicht gelesen. Gestern abend bin ich dann aber aufgesprungen und habe mir das Buch aus dem Regal genommen. Seltsam, sowas zu lesen. Höß hat seine Biographie verfasst, als er auf die Vollstreckung seines Todesurteils wartete. Er war drei Jahre lang der Kommandant des KZ Auschwitz. Die Zeit ist nun reif für mich, das Buch zu lesen. Bin auf Seite 45.

Letzte nacht habe ich dann, vielleicht wegen des Filmes und des Buches, richtig fiese Albträume gehabt.

So sieht es also zur Zeit mit den Büchern aus. Pompeji oder Stephenson… Diese Frage werde ich mir erst wieder in ein paar Tagen stellen.