Salatdressing koreanisch

  • January 13, 2007 14:40

Ich habe mich die ganze Zeit über gefragt, woraus es wohl bestehen würde, weil es zunächst undefinierbar erschien: ein säuerlich-süßes Püree aus irgendetwas über Eisbergsalatblättern, Gurke und Tomate. Das schmeckt mir wahnsinnig gut und birgt Suchtpotential.

Jetzt weiß ich, woraus das Dressing besteht: Kiwi, Apfel und Petersilie. Alles hätte ich erwartet, aber nur nicht das. -

Heute habe ich es dann mal selbst nachempfunden – es schmeckte wirklich gut!

Salatdressing für 2 Personen

- 1 Kiwi
- 1 kleinen Apfel
- etwas Petersilie (das Dressing darf nicht grün gefärbt sein nach dem Pürieren)
- Apfelessig
- Zucker/Süßstoff/Agavensirup
- TL Walnuss- oder Erdnussöl

Kiwi und Apfel schälen und mit der Petersilie, einem großzügigen Schuss Apfelessig und dem Öl ganz fein pürieren. Mit Salz, Süße und Wasser abschmecken. Ggf. noch etwas Essig hinzufügen.

Grrrrr… ist das lecker auf Eisbergsalat!

Xi'an VR China

  • January 11, 2007 02:14

So, endlich in Xi’an.

Heute morgen sind wir voellig durchnaechtigt wegen des Jetlags aus den Betten gekrochen und haben Beijing verlassen. Unser Taxifahrer, der uns am Ankuftstag vom Flughafen zum Harmony-Hotel gebracht hat, war schon sehr frueh da. Alles hat reibungslos funktioniert. Auch am Flughafen gab es keine Probleme.

Der Flug war angenehm, was ich gar nicht erwartet hatte. Sachte, sachte ist der Zhunguoren-Pilot ueber die Wolken geschwebt. Wir haben Beijing uebrigens bei Regen verlassen. In Xi’an ist wunderbares Wetter. Aber das bedeutet auch drueckende Hitze und Sauna-Temperaturen. Fuer Oma und Opa waere das nix… :-) Vom Flughafen sind wir dann spontan mit dem Shuttlebus eine Stunde lang gehoppelt und gebleiert. Na, ich uebertreibe mal wieder…

Im Hotel wurden wir fuerstlich empfangen, extra in einer anderen Etage als die normale Rezeption. Gluecklicherweise konnten wir dem uns zugewiesenen Concierge damit beauftragen, Zugtickets nach Luoyang am Bahnhof zu organisieren. Der arme Kerl ist einmal quer durch die Stadt und 40 min spaeter hatten wir die Dinger in der Hand. Machte insgesamt 170 Yuan. Kann man mit leben, vor allem, wenn man somit das unglaubliche Gedraenge umgehen kann.

Wir haben heute aber noch Programm gemacht: Bei unglaublichen Temperaturen haben wir die 12 Staockwerke der kleinen Gaensepagode erklommen. War auch nix fuer Omma und Oppa. Der Schweiss lief nur so am Koerper herunter. Danach sind wir in die grosse Moschee gefahren, die in ihren Ausmassen in China einzigartig sein soll. Es ist dort wunderschoen gewesen. Ist die Stadt noch so laut und wild, innerhalb der Tempelmauern herrscht eine unbeschreibliche Ruhe. Ich liebe diese gegensätzliche Atmosphäre.

Danach ein wenig Handeln mit folgenden Resultaten: Ein Ralph Lauren Polo fake (Martin), ein Namensstempel (Juju), drei Doeschen Tigerbalm (Juju) und ein kleines Mahjong-Spiel nebst Anleitung.

Am zweiten Tag also zur Terrakotta-Armee… Unsere gebuchte Tour ueber das CITS sollte um 8 am beginnen. Kein Fruestueck um maximal zu schlafen.

Dann sind wir von Hotel zu Hotel geeiert, um andere Teilnehmer der Tour einzusammeln. Echt der Hammer. Somit haben wir eineinhab Stunden untaetig und dumm im Bus herumgesessen. Die reinste Zeitverschwendung und sehr ärgerlich.

Danach ging es dann von Touritrap zu Touritrap. Inklusive Essen in einer Touritrap. Heute war mal nicht “You need a tourguide?” sondern “You wanna buy this?” die Frage des Tages.
Ein Canadier unserer Gruppe stete sich rasch as Goldesel heraus, weil er in einer Terrakottamanufaktur fuer ein paar Yuan lebensgrosse Repliken der Krieger gekauft hat.


Aber zum Ende des Tages haben wir sie dann doch noch gesehen. Die grossen Krieger und Minister und und und. Das war ganz schoen schweisstreibend, weil es sehr heiss war und die Exponate in Treibhaushoehlen untergebracht waren. Schwitz.

Jetzt geht es aber geich auf die Stadtmauer, wo wir eine kleine Radtour machen werden – Im Scheine roter Lichterketten und Lampions.

Ein Bild, das einem Touri rückblickend China ganz schön verklärt und auch die Tatsache vergessen läßt, dass uns nach 14 holperigen Kilometern auf einem Tandem über die Stadtmauer der Hintern wehtat…

Beijing VR China

  • January 10, 2007 21:07

Die noerdliche Hauptstadt haben wir am Ankunftstag mit dem Rad erkundet. Soweit wie moeglich, natuerlich. Wir haben eigentlich den vorgesehenen Plan durchgezogen und hatten ausserdem noch Zeit fuer eine ausgiebige Massage, bei der zeitweilig die Befuerchtungen in uns aufkeimten mit Knochenbruechen das Etablissement auf dem Jianguomenwai Dajie zu verlassen. Die Chinesen sind nicht zimperlich und erst wenn es weh tut, scheint es gerade recht zu sein. Aua. Obwohl… zum Schluß war ich so müde und abgestumpft, dass ich sogar unter den Bedingungen eingeschlafen bin. :-)

Es ist gerade die Hauptreisezeit fuer Chinesen – die Verbotene Stadt war wie ein riesiges Ameisennest, es war schon beinahe schwierig, durch das Tor des himmlischen Friedens zu kommen. Echter Wahnsinn. Aber ich fand es nicht unangenehm. Einfach sich vom Menschenstrom davontragenlassen.

Gegen Abend sind wir durch die Hutaonggegenden um Qianenmen geradelt. Ich sollte besser sagen, was von den Hutongs noch uebrig geblieben ist. Da, wo ich mit Wang Tai Tai vor vier Jahren entlang geschlendert bin und Stoffe gekauft habe, ist jetzt alles platt. Als ob jemand mit einem Riesenfuss daraufgetreten sei. Eine Schuttgrube hinter Bauzaeunen. Wie es dort wohl in 2 Jahren aussehen wird?
Aber wir haben dann doch noch ein paar Hutongs sehen koennen. Es gibt sie noch…

Am ersten Abend wollten wir Pekingente essen und standen mit den Raedern vor dem Quanjude Roasted Duck, eine Kette in China. Da hat uns doch tatsaechlich eine Tussi in das angebliche Zweitrestaurant gelotst, was soviel mit Quanjude zu tun hatte, wie ich mit dem ollen Mao.

Auf dem Weg dorthin gingen wir durch einen dunkleren Marktdurchgang. Martin war schon weit vor mir. Ich steckte zwischen Chinesen fest. Ein Chinese checkte direkt vor mir, ob ein dort abgestelltes Rad abgeschlossen oder nicht sei. Leider war es verriegelt, war nichts mit ‘nem Klau. Waehrend ich dabei war, meine Kinnlade wieder hochzufahren, merke ich, wie etwas an meinem Rucksack zuppelt. Ich drehe mich um, glotzt mich so ein Eierdieb ganz unbeteilgt an (“dubbidubbiduuuu…”). Ich ziehe meinen Rucksack schnell nach vorne. Der Reissverschluss war bereits ein ausreichendes Stueck aufgezogen. Unter lautem Gezeter habe ich das Ding wieder zugemacht, verknotet und vor den Bauch gebunden. Der Dubidu-Typ hat sich dabei verdrueckt. Tja, Pech fuer ihn, Glueck fuer mich. Es waeren anderenfalls neben meinem gesamten Geld unsere Reisepaesse ueber die Wupper gewesen.

Schnauf.

Das Essen in dem mitgeschnackten Restaurant war aber ganz OK. Ein mittelalter Chinese unterhielt mit seinen großen, geschwungenen Reden zwar das gesamte Restaurant und die Entensuppe hatte was von Abwaschwasser. Egal. Zwei grosse Flaschen Qingdao Piju haben den Abend versoehnlich beendet.