So, endlich in Xi’an.

Heute morgen sind wir voellig durchnaechtigt wegen des Jetlags aus den Betten gekrochen und haben Beijing verlassen. Unser Taxifahrer, der uns am Ankuftstag vom Flughafen zum Harmony-Hotel gebracht hat, war schon sehr frueh da. Alles hat reibungslos funktioniert. Auch am Flughafen gab es keine Probleme.

Der Flug war angenehm, was ich gar nicht erwartet hatte. Sachte, sachte ist der Zhunguoren-Pilot ueber die Wolken geschwebt. Wir haben Beijing uebrigens bei Regen verlassen. In Xi’an ist wunderbares Wetter. Aber das bedeutet auch drueckende Hitze und Sauna-Temperaturen. Fuer Oma und Opa waere das nix… :-) Vom Flughafen sind wir dann spontan mit dem Shuttlebus eine Stunde lang gehoppelt und gebleiert. Na, ich uebertreibe mal wieder…

Im Hotel wurden wir fuerstlich empfangen, extra in einer anderen Etage als die normale Rezeption. Gluecklicherweise konnten wir dem uns zugewiesenen Concierge damit beauftragen, Zugtickets nach Luoyang am Bahnhof zu organisieren. Der arme Kerl ist einmal quer durch die Stadt und 40 min spaeter hatten wir die Dinger in der Hand. Machte insgesamt 170 Yuan. Kann man mit leben, vor allem, wenn man somit das unglaubliche Gedraenge umgehen kann.

Wir haben heute aber noch Programm gemacht: Bei unglaublichen Temperaturen haben wir die 12 Staockwerke der kleinen Gaensepagode erklommen. War auch nix fuer Omma und Oppa. Der Schweiss lief nur so am Koerper herunter. Danach sind wir in die grosse Moschee gefahren, die in ihren Ausmassen in China einzigartig sein soll. Es ist dort wunderschoen gewesen. Ist die Stadt noch so laut und wild, innerhalb der Tempelmauern herrscht eine unbeschreibliche Ruhe. Ich liebe diese gegensätzliche Atmosphäre.

Danach ein wenig Handeln mit folgenden Resultaten: Ein Ralph Lauren Polo fake (Martin), ein Namensstempel (Juju), drei Doeschen Tigerbalm (Juju) und ein kleines Mahjong-Spiel nebst Anleitung.

Am zweiten Tag also zur Terrakotta-Armee… Unsere gebuchte Tour ueber das CITS sollte um 8 am beginnen. Kein Fruestueck um maximal zu schlafen.

Dann sind wir von Hotel zu Hotel geeiert, um andere Teilnehmer der Tour einzusammeln. Echt der Hammer. Somit haben wir eineinhab Stunden untaetig und dumm im Bus herumgesessen. Die reinste Zeitverschwendung und sehr ärgerlich.

Danach ging es dann von Touritrap zu Touritrap. Inklusive Essen in einer Touritrap. Heute war mal nicht “You need a tourguide?” sondern “You wanna buy this?” die Frage des Tages.
Ein Canadier unserer Gruppe stete sich rasch as Goldesel heraus, weil er in einer Terrakottamanufaktur fuer ein paar Yuan lebensgrosse Repliken der Krieger gekauft hat.


Aber zum Ende des Tages haben wir sie dann doch noch gesehen. Die grossen Krieger und Minister und und und. Das war ganz schoen schweisstreibend, weil es sehr heiss war und die Exponate in Treibhaushoehlen untergebracht waren. Schwitz.

Jetzt geht es aber geich auf die Stadtmauer, wo wir eine kleine Radtour machen werden – Im Scheine roter Lichterketten und Lampions.

Ein Bild, das einem Touri rückblickend China ganz schön verklärt und auch die Tatsache vergessen läßt, dass uns nach 14 holperigen Kilometern auf einem Tandem über die Stadtmauer der Hintern wehtat…