Weshalb ich auf den Blog Wie Gott in Deutschland kam, weiß ich nicht mehr. Jedenfalls stand da ein Eintrag über Butterblätterteig, welchen man im Bioladen erhalten kann. Vorgestern fuhr ich beim Alnatura vorbei und fand wider Erwarten eine Parklücke. Und siehe da: Es gab dort den besagten Butterblätterteig von der Firma Moin.
Zum Abendessen habe ich sodann gleich die Probe auf’s Exempel gemacht – einen Zucchini-Pilz-Quiche. Natürlich musste ich auch mal nur vom rohen Teig probieren.
Und: Ja, das isses! Ein himmelweiter Unterschied zu den anderen Fertigteigen tat sich da auf. Der Teig schmolz sogar ein wenig auf der Zunge dahin. Einfach gut.
Und der Quiche sah nicht nur besser als sonst aus – er schmeckte durch den butterigen Blätterteig auch noch viel besser!
Ich kann nur allen Menschen, die gerne Essen bereiten, empfehlen, bei Blätterteig keine Kompromisse mehr einzugehen und sich stante pede in den nächsten Bioladen zu begeben!
Et voilà , ma quiche au four:

In China wird für Jiaozi ein simpler Teig aus Weizenmehl und Wasser hergestellt. Dort sind die Jiaozi mit dickerem Teig versehen und auch größer als die japanischen Gyoza. Die gedämpften Jiaozi werden in ein Gemisch aus Soja und Essig getunkt. Eine leckere Angelegenheit…

Ich wollte mich um den selbstgemachten Teig drücken und habe daher auf runde Wantan-Blätter aus dem Asialaden zurückgegriffen. Dabei kommen natürlich eher Gyoza heraus, was aber gebraten eine wahre Wonne ist! Die in Form geschnittenen Teigblätter kann man tiefgekühlt kaufen.
Für die Füllung habe ich etwa 130 g Schweinehack mit einem Viertel Weißkohl (bei kleinen Kohlköpfen kann man die Hälfte des Kopfes nehmen) vermischt. Der Weißkohl wird natürlich vorher sehr fein gehackt. Dazu habe ich ganz banalen Schnittlauch gegeben. Und weil ich so auf den chinesischen Ingwer-Geschmack abfahre, habe ich ein 2 cm großes Stück Ingwer fein gehackt und hinzugefügt. Das Ganze hat dann einen schönen Schuß Sherry abbekommen und eine Prise Chili sowie etwas Salz. Fertig.
Die Wantan-Blätter habe ich nacheinander gefüllt. Die eine Hälfte des Teigrandes mit Wasser bestreichen. Das geht hervorragend mit dem Zeigefinger, den man vorher in Wasser getaucht hat. In die Mitte kommt ein Klecks Füllung und dann wird Origami geübt!
Wenn alle Taschen fertig sind, wird eine große Pfanne auf höchster Stufe erhitzt und mit etwas Öl ausgestrichen. Die Gyoza werden mit dem “Kamm” nach oben zeigend darin platziert. Nach einer kurzen Anbratzeit habe ich etwas Wasser in die Pfanne gegossen. Nicht zu viel! – Die Gyoza sollen ja nicht wegschwimmen. Lieber immer wieder etwas nachgießen. Während das Wasser blubbert, habe ich den Pfannendeckel aufgelegt. Die Prozedur mehrmals wiederholen. Dabei sollen die Gyoza auf den Unterseite knusprig anbraten, aber nicht verbrennen! Das Wasser dient neben dem fettarmen Braten auch der schnelleren Garung der Füllung und Dämpfung des Teiges.
Die Teigtaschen werden während des Essens in Soja getunkt. Ich präferiere allerdings den oben beschriebenen Mix aus Soja und Essig.
Die angegebene Menge ist als Hauptspeise für 2 bis 3 Leute ausreichend. Man kann die Füllung auch noch durch mehr Kohlanteil strecken. Für die Vorbereitung und die Garzeit habe ich ungefähr 40 min benötigt. Also ist die Arbeitszeit wirklich überschaubar. Es hat sehr gut geschmeckt!


Hier mal eine Auflistung, was die Chinesen in einem Internet-Cafe so machen. Je weiter oben die Nennung ist, desto haeufiger die Aktivitaet:
- Filme angucken
- Computer-Spiele spielen (besonders “World of Warcraft” und ein Rennspiel, dass Super-Mario-Kart sehr aehnelt)
- nichts (Das ist wirklich merkwuerdig. Aber viele gucken auch nur, was die anderen machen.) 
- Chatten (Viel weniger als in Deutschland habe ich das Gefuehl.)
- Surfen (nur einer von etwa 70 Anwesenden.)
Was am krassesten ist, ist, dass keiner der Anwesenden im Alter zwischen 15 und 30 (meist maennliche Besucher) das Internet in einer Art und Weise nutzt, die man als sinnvoll bezeichnen koennte. Keiner liest. Keiner recherchiert. Keiner hat eine Suchmaschine offen. Keiner liest Nachrichten. Keiner hat E-Mails gelesen oder beantwortet. Zwar wird bei World-of-Warcraft viel ueber das Mikrophon kommuniziert, aber der kommunikative Anteil beschraenkt sich ganz offensichtlich auf das gemeinsame Spielen.
Das Bild hier ist aus einem Internetcafé in Jinan.
