In China wird für Jiaozi ein simpler Teig aus Weizenmehl und Wasser hergestellt. Dort sind die Jiaozi mit dickerem Teig versehen und auch größer als die japanischen Gyoza. Die gedämpften Jiaozi werden in ein Gemisch aus Soja und Essig getunkt. Eine leckere Angelegenheit…

Ich wollte mich um den selbstgemachten Teig drücken und habe daher auf runde Wantan-Blätter aus dem Asialaden zurückgegriffen. Dabei kommen natürlich eher Gyoza heraus, was aber gebraten eine wahre Wonne ist! Die in Form geschnittenen Teigblätter kann man tiefgekühlt kaufen.

Für die Füllung habe ich etwa 130 g Schweinehack mit einem Viertel Weißkohl (bei kleinen Kohlköpfen kann man die Hälfte des Kopfes nehmen) vermischt. Der Weißkohl wird natürlich vorher sehr fein gehackt. Dazu habe ich ganz banalen Schnittlauch gegeben. Und weil ich so auf den chinesischen Ingwer-Geschmack abfahre, habe ich ein 2 cm großes Stück Ingwer fein gehackt und hinzugefügt. Das Ganze hat dann einen schönen Schuß Sherry abbekommen und eine Prise Chili sowie etwas Salz. Fertig.

Die Wantan-Blätter habe ich nacheinander gefüllt. Die eine Hälfte des Teigrandes mit Wasser bestreichen. Das geht hervorragend mit dem Zeigefinger, den man vorher in Wasser getaucht hat. In die Mitte kommt ein Klecks Füllung und dann wird Origami geübt!

Wenn alle Taschen fertig sind, wird eine große Pfanne auf höchster Stufe erhitzt und mit etwas Öl ausgestrichen. Die Gyoza werden mit dem “Kamm” nach oben zeigend darin platziert. Nach einer kurzen Anbratzeit habe ich etwas Wasser in die Pfanne gegossen. Nicht zu viel! – Die Gyoza sollen ja nicht wegschwimmen. Lieber immer wieder etwas nachgießen. Während das Wasser blubbert, habe ich den Pfannendeckel aufgelegt. Die Prozedur mehrmals wiederholen. Dabei sollen die Gyoza auf den Unterseite knusprig anbraten, aber nicht verbrennen! Das Wasser dient neben dem fettarmen Braten auch der schnelleren Garung der Füllung und Dämpfung des Teiges.

Die Teigtaschen werden während des Essens in Soja getunkt. Ich präferiere allerdings den oben beschriebenen Mix aus Soja und Essig.

Die angegebene Menge ist als Hauptspeise für 2 bis 3 Leute ausreichend. Man kann die Füllung auch noch durch mehr Kohlanteil strecken. Für die Vorbereitung und die Garzeit habe ich ungefähr 40 min benötigt. Also ist die Arbeitszeit wirklich überschaubar. Es hat sehr gut geschmeckt!