Glücklicherweise bin ich im Besitz einer METRO-Kundenkarte und kann dort gute Fischqualität einkaufen. Anderenfalls sollte man es lieber lassen, wenn man sich die Lust auf Fisch nicht verderben will. In den Geschäften liegt in der Regel bereits graues Fischfilet und Tiere mit blinden, eingedrückten Augen. Da bekomme ich das heilige Grausen offengestanden.
Nun gut – genug gelästert.
Für das selbst erdachte Rezept benötigt man pro Person eine Dorade rose oder royal. In die Auflaufform gebe ich zwei bis drei in dünne Längsscheiben geschnittete Fenchelknollen. Die Doraden wasche ich nochmals aus und stopfe ihnen frische Rosmarinzweige und Zitronenviertel in den Bauch und in die Kiemen. Die Fische werden dann mit Olivenöl und Fleur de Sel eingerieben und auf dem Fenchel platziert. Darüber gieße ich etwas Gemüsebrühe und Weißwein oder einen kleinen Schuß Pastis. Vorerst decke ich die Form mit Alufolie ab und schiebe das Ganze bei 200° bis 220°C in den vorgeheizten Ofen. Nach ca. 30 Minuten – je nach Fischanzahl ggf. auch länger- nehme ich die Folie ab und lasse den Fisch etwas bräunen. In Zeitangaben bin ich mal wieder nicht gut… Das Gefühl sollte auch hier wieder sprechen.
Aber das Wichtigste sind doch die Kartoffeln mit Butter zum Fisch! (Für mich…) Wann kann man denn schonmal ganz legitim einen Schwung zerlassender Butter mit Salzkartoffeln essen? Nur beim Fisch oder Spargel.
Auch hier nehme ich wieder kleine und sehr dünnhäutige Kartoffeln, weil ich die Haut nicht abpelle sondern mitesse. Für die Butter nehme ich bei 6 Personen 250g französische Butter demi-sel und packe 3 bis 4 frische Rosmarinzweige dazu. Die Butter koche ich richtig auf, so dass auch das Chlorophyll der Rosmarinnadeln in die Butter übergeht. Kurz vor dem Servieren gieße ich die Butter durch ein Sieb, damit die Nadeln herausgefiltert werden.
Dazu schmeckt ein frischer Rosé aus der Provence.
Schmeckt hervorragend!