Salatdressing koreanisch

  • January 13, 2007 14:40

Ich habe mich die ganze Zeit über gefragt, woraus es wohl bestehen würde, weil es zunächst undefinierbar erschien: ein säuerlich-süßes Püree aus irgendetwas über Eisbergsalatblättern, Gurke und Tomate. Das schmeckt mir wahnsinnig gut und birgt Suchtpotential.

Jetzt weiß ich, woraus das Dressing besteht: Kiwi, Apfel und Petersilie. Alles hätte ich erwartet, aber nur nicht das. -

Heute habe ich es dann mal selbst nachempfunden – es schmeckte wirklich gut!

Salatdressing für 2 Personen

- 1 Kiwi
- 1 kleinen Apfel
- etwas Petersilie (das Dressing darf nicht grün gefärbt sein nach dem Pürieren)
- Apfelessig
- Zucker/Süßstoff/Agavensirup
- TL Walnuss- oder Erdnussöl

Kiwi und Apfel schälen und mit der Petersilie, einem großzügigen Schuss Apfelessig und dem Öl ganz fein pürieren. Mit Salz, Süße und Wasser abschmecken. Ggf. noch etwas Essig hinzufügen.

Grrrrr… ist das lecker auf Eisbergsalat!

Ein Quiche für alle Fälle

  • September 24, 2006 00:03

Wenn ich nicht weiß, was ich zu essen machen soll, gibt es Quiche. Die Grundingredentien habe ich immer vorrätig, die da seien:

Blätterteigrolle (friere ich immer ein), 4-6 Eier, Käse (als Raspel, Feta oder zerpflückter Weichkäse) PUNKT.


Hat man das, ist der Rest ein Kinderspiel. Ich nehme meist eine eckige Auflaufform, die ich zunächst mit Öl auspinsele. Dann einen Esslöffel Mehl daraufgeben und bestäuben. Restliches via Spüle entfernen. Dann den Blätterteig auslegen. Die vorherige Prozedur verhindert, dass der Teig festklebt und man unschön zermatschte Stücke erhält.

Für Quiche lorraine nimmt man feingehackte Zwiebeln, gekochten und rohen Schinken zu gleichen Teilen sowie Petersilie. Alles ab in die Form und mit Eimasse (die schon mit Salz und Pfeffer gewürzt ist) übergießen. Käse drüber und ab in den Ofen. Nach spätestens 45 min ist die Quiche fertig.

Da ich gerne Spinat mag, gebe ich Blattspinat mit Zwiebeln und vielleicht ein paar Tomaten (allerdings nur das Fleisch) in die Form und streue Feta darüber. Eimasse nicht vergessen. Leckere Angelegenheit!

Mit Sauerkraut schmeckt Quiche auch sehr gut. Ein Paket Sauerkraut ausdrücken und danach in der Form verteilen. Wer mag, gibt noch Kümmel und Zwiebeln dazu. Eimasse, kräftiger Käse (gerne auch Munster) drüber und ab in den Ofen.

Im Frühsommer habe ich Spargelquiche gemacht, was auch sehr gut ankam. Oder wenn Gemüsesorten im Kühlschrank vor sich hinvegetieren, ist die Verarbeitung zum Quiche nicht weit. Paprika sollte man jedoch etwas vorgaren (entweder blanchieren oder in der Mikro angaren). Ich stelle mir Quiche auch mit Brokkoli sehr lecker vor. Dafür muss der Brokkoli aber in kleine Röschen zerteilt werden.

Weil ich es mir wert bin

  • November 29, 2005 11:38

Gestern abend lief im Radio auf SWR1 eine Sendung über den sogenannten Fleischskandal. Als ich gerade im Auto fuhr, wurde ein Gespräch mit dem Vorsitzenden der Vereinigung Slowfood geführt, welches mir noch weiter die Augen geöffnet hat.

Der Mann sagte, dass der Verbraucher letztendlich selbst daran schuld sei, da man einfach nicht von einem Hähnchenschenkel für 50 Cent erwarten kann, dass 1. die Tierhaltung in Ordnung sei, 2. die Schlachtbedingungen gut seien und 3. das Fleisch frisch sei. Die Dumpingpreise in den Discountern können nur durch dementsprechende Rahmenbedingungen zustandekommen.

Das Problem, das nun allgemeinhin bekannt ist, ist die Tatsache, dass viele Leute am besten jeden Tag ihr Stück Fleisch auf dem Teller liegen haben wollen. Aber bitte für wenig Geld. Am besten sollte es natürlich nichts kosten. Da ist es einfach absurd, dass man für dieselbe Menge Fleisch im Katzenfutter zum Teil das fünffache bezahlt. Sind die Genüsse der Katzen den Bürgern mehr wert als die Fleischqualität auf dem eigenen Teller?

Die Moderatorin bemerkte, dass es wohl illusorisch sei, dass die Menschen plötzlich sehr viel mehr Geld für ein anständiges Stück Fleisch hinlegen würden. Wie könne man als Verbraucher denn trotzdem darauf reagieren. Da sagte der Slowfoodheini, dass man eben seltener aber dafür gutes Fleisch, was dementsprechend teurer sei, kaufen sollte.

Der Preis des Fleisches setzt sich aus drei Qualitätskomponenten zusammen:

1. Aufzucht: Wenn die Tiere langsam aufwachsen und artgerecht gehalten werden, hat das direkte Auswirkungen auf die Fleischqualität. Ich hatte ein paar Mal die sog. Schrupfschnitzel in der Pfanne. Das war Fleisch von Tieren aus solchen Turbomasten.

2. Schlachtung: Lange Transportwege zu den Schlachthöfen sowie Massenschlachtungen wirken sich dirket auf den ph-Gehalt im Fleisch aus. Stress bewirkt einen höheren ph-Gehalt, was zu Geschmackseinbußen führt.

3. Frische des Fleisches: Tja, das ist ja zur Zeit das Top-Thema in den Medien! Braucht man wohl nichtz viel zu sagen.

Je mehr auf diese drei Punkte Wert gelegt wird, desto bessere Produkte ergeben sich für den Verbraucher. Aber das kostet eben auch mehr.

Mal ehrlich: Wir geben für jeden Scheiß einen Haufen Geld aus, aber an solch wichtigen Dingen wird gespart. Wer braucht schon 7 Tage die Woche Fleisch? Ich bin es mir wert und werde nicht mehr zu Spottpreisen Fleisch kaufen. Ein- oder zweimal die Woche soll es etwas Gutes geben. Fertig.